{"id":2846,"date":"2026-09-21T09:27:18","date_gmt":"2026-09-21T09:27:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturzentrum-altstadt.de\/?page_id=2846"},"modified":"2026-09-21T09:27:41","modified_gmt":"2026-09-21T09:27:41","slug":"rlp-titel-hier-bitte-3-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-2-2-3-2-2-2-3-2-2-5-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturzentrum-altstadt.de\/?page_id=2846","title":{"rendered":"Erkl\u00e4rung zum Gem\u00e4lde"},"content":{"rendered":"<p>Das Frank-Loebsche Haus erlebt im Mai kommenden Jahres den 40. Jahrestag seiner Wiederer\u00f6ffnung. Dieses Jubil\u00e4um soll in angemessener Weise begangen werden. Der Verein Kulturzentrum Altstadt hat die Federf\u00fchrung f\u00fcr dieses gro\u00dfe Vorhaben \u00fcbernommen und koordiniert die Vorbereitungen.<\/p>\n<p>Seinem Satzungszweck entsprechend ist die Erinnerung an die Geschichte des Hauses und seine einstigen Bewohnerinnen und Bewohner f\u00fcr den Verein Kulturzentrum Altstadt ein Selbstverst\u00e4ndnis. Aus diesem Grund hat der Verein ein Gem\u00e4lde erworben, das selbst ein Relikt dieser so bewegenden Vergangenheit ist.<\/p>\n<p>Das Bild ist im Jahr 1929 entstanden und zeigt den Blick von der Galerie im 2. OG in die Wohnung von Juliane und Adolf Haentzschel. Die K\u00fcnstlerin ist Elisabeth Haentzschel (*1882 Stra\u00dfburg +1970 Landau), Schwester von Adolf Haentzschel.<\/p>\n<p>Juliane Haentzschel war eine enge Freundin von Olga Loeb, der letzten j\u00fcdischen Eigent\u00fcmerin des Hauses. Ihr geh\u00f6rte das Haus seit 1927, nachdem sie es von ihrer Mutter Sophie Loeb, geborene Frank, geerbt hatte. Sophie Loeb war eines der acht Kinder von Zacharias Frank, der das Haus im Jahr<br \/>\n1870 erworben hatte. Einer ihrer Br\u00fcder war Michael Frank, der Gro\u00dfvater von Anne Frank. Sophie Loeb war also die Gro\u00dftante von Anne Frank.<\/p>\n<p>Olga Loeb konnte im Jahr 1939 zu Verwandten nach Luxemburg ausreisen, von wo aus sie 1943 ins KZ Theresienstadt deportiert wurde. Sie \u00fcberlebte den Krieg und kehrte nach Luxemburg zur\u00fcck, wo sie &#8211; seelisch gebrochen &#8211; am 15.<br \/>\nSeptember 1946 starb. Das Haus vermachte sie Juliane Haentzschel.<\/p>\n<p>Das Gem\u00e4lde bietet einen nahezu einzigartigen Einblick in die Wohnkultur des Hauses Ende der 1920er Jahre. Es ist ein Zeitdokument von erstem Rang, das die Betrachtenden auf k\u00fcnstlerische Weise in eine untergegangene Welt inmitten unserer Stadt mitnimmt. Das Gem\u00e4lde soll der Kunststiftung der Stadt Landau \u00fcbergeben und dauerhaft im Foyer des Frank-Loebschen Hauses ausgestellt werden.<\/p>\n<p>Der Verein Kulturzentrum Altstadt freut sich, das Gem\u00e4lde jetzt der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert zu haben und stellte es am Dienstag, den 15.<br \/>\nSeptember, am 80. Todestag von Olga Loeb, um 11:00 Uhr im Frank-Loebschen Haus vor.<br \/>\nEs nahmen teil: Christian Leonhardt, Vorsitzender, sowie weitere Mitglieder des Vorstandes und des Ausschusses Frank-Loebsches Haus (Christine Thelen, Heike Klein, Thomas Engelberg, Dr. Maximilian Ingenthron und Hans-Dieter Schlimmer)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturzentrum-altstadt.de\/?page_id=2581\">&lt;&lt; zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Frank-Loebsche Haus erlebt im Mai kommenden Jahres den 40. Jahrestag seiner Wiederer\u00f6ffnung. Dieses Jubil\u00e4um soll in angemessener Weise begangen werden. 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